Zweite Stadt in den USA verbietet den Einsatz von Neonikotinoiden

Während in Europa der Gebrauch von Neonikotinoiden bereits seit Dezember 2013 für zwei Jahre nur noch eingeschränkt möglich ist, wächst jetzt auch in den USA der Widerstand gegen dieses Gift. Es wird vermutet, dass Neonikotinoide das weltweite massenhafte Bienensterben mitverursachen.

Spokane im Bundesstaat Washington untersagt die Verwendung von Neonikotinoiden im Stadtgebiet. Nach Eugene im Bundesstaat Oregon ist dies die nächste Stadt, die gegen Syngenta und Bayer mobil macht.

Während die amerikanische Regierung immer noch untätig ist, werden immer mehr Städte in den USA aktiv. Dabei werden sie häufig unter massiven Druck von Chemieunternehmen gesetzt. Allen voran sind dies Monsanto, Bayer, Syngenta und BASF.

Auch in Kanada gibt es bereits Petitionen, die den Einsatz von Neonikotinoiden verbieten wollen.

Bienensterben in Deutschland

Der bis heute größte Vergiftungsfall durch Neonikotinoide in Deutschland ereignete sich im Frühjahr 2008. Nach Erhebungen des Landes Baden-Württemberg wurden etwa 11.500 Völker geschädigt. Mit einem Neonikotinoid behandeltes Maissaatgut wurde als Ursache für das Bienensterben ausgemacht. Chemische Analysen von Bienen- und Pflanzenproben bestätigten dies.

Das von Bayer Crop Science entwickelte Imidacloprid ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugelassen. Es gehört zu den weltweit am stärksten verbreiteten Insektiziden. Wie in der Giftbranche üblich, weist Bayer Crop Science jeden Zusammenhang mit dem Bienensterben weit von sich.

Verstärkte Wirkung durch Glyphosat

Neue Untersuchungen lassen vermuten, dass die Bienen durch die Aufnahme von Glyphosat geschwächt werden. Die Neonikotinoide geben Ihnen dann den Rest. Glyphosat hemmt die Aufnahme von lebenswichtigen Nährstoffen und wirkt antibakteriell. Leider greift es nur die nützlichen Bakterien an, die schädlichen überleben und schwächen so den Organismus nachhaltig. Mehr zu Glyphosat finden Sie hier.